Freitag, 1. März 2013

Im Lauf der Zeit beginnt man..

"Im Lauf der Zeit beginnt man Dinge umzuwerfen, umzudenken auch wenn
tausende Erinnerungen sterben, ich werde manches wegwerfen und
nachdenken verwirrt mich, ich weiß nicht mehr, was seit letztem März passiert ist.."

Chakuza

 

 

 

Wir haben den trübsten Winter seit Wetteraufzeichnung. Perfekt für mein Warteschleifenleben. Die fehlende Sonne vergraut es zur bittersüßen Melancholie. Nunja, es ist wieder März. Der letzte März hat mich in mein Dilemma versetzt.
Ich bin 27 Jahre alt, habe einen Masterabschluss in Landschaftsarchitektur und Regionalentwicklung, bin arbeitslos und durch meine bisher größte Fehlentscheidung im Exil angekommen. Das Exil ist eigentlich die geliebte Heimat, aber wenn aus einem "kurzen" Heimataufenthalt das depressivste Jahr deines Lebens wird, weiß man wie man die Heimat hassen lernt. Dieses Exil bezwängt mich ohne Betäubung. Meine sozialen Kontakte brechen ab, ich bin unselbstständig, komme nicht nicht von A nach B, ich habe keine Berufserfahrung ergo bin auf dem Arbeitsmarkt nicht willkommen und ich zweifel. Die Selbstzweifel halten mich am Boden und mit dem Blick auf das schwarze Nichts schwinden die Perspektiven, die Versuche wieder bunt zu sehen. Aber ich will wieder den Himmel sehen und ohne das mir Modergeruch in die Nase steigt. 

Ich möchte herausfinden, ob das Studierte wirklich das Richtige für mich ist oder ob ich woanders hingehöre. 
Ich möchte wieder die starke, selbstständige Frau sein, die ihr Leben trotz Stress und Rückschlägen meistert. 
Ich möchte mich kreativ ausleben, in allen Bereichen.
Ich möchte glücklich werden. 
Ich möchte die Sonne scheinen sehen.




Das Problem der Welt ist, dass intelligente Menschen voller Zweifel und Dumme voller Selbstvertrauen sind.

 

Charles Bukowski


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